Nationalmannschaft

Nach dem plötzlichen Karriereende in Atlanta betreute Uwe Krupp die Jugendmannschaft der Atlanta Duluth Ice Hawks wo sein Sohn Björn spielte. Er hätte gerne noch eine Saison als Profi in Atlanta verbracht um seinem Sohn zeigen zu können wie sein Vater so "live" im Eishockeyspiel war, doch die enormen Rückenbeschwerden zwangen ihn die Karriere zu beenden.

Bis zum Juli 2005 war Uwe Krupp im Trainerstab der Deutschen U18 und U15 gemeinsamt mit Ernst Höfner tätig, bevor dann als Co-Trainer von Greg Poss zu der A-Nationalmannschaft geholt wurde. Nach der Entlassung von Greg Poss übernahm Uwe Krupp zum 15.12.2005 offiziell als CHEF-Trainer die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft, die damals gerade in die B-Gruppe abgestiegen war.

Das erste Länderspiel von Uwe Krupp als Cheftrainer fand am 8. Februar 2006 in Salzburg gegen Österreich statt und wurde mit 0:1 verloren. Es folgte kurz darauf noch ein zweites Länderspiel welches gegen Russland ebenfalls verloren wurde bevor die Deutsche Nationalmannschaft zu den Olympischen Spielen 2006 nach Turin reiste und den 10. Platz mit zwei Unentschieden gegen Italien und die Schweiz erreichte.

Im April 2006 folgte dann in Amiens die B-Weltmeisterschaft, die das Team des Ex-NHL Star mühelos als B-Weltmeister ungeschlagen abschloss und somit den Wiederaufstieg in die erstklassige A-Gruppe erreichte. Uwe Krupp hatte also wie bereits als aktiver Spieler innerhalb kürzester Zeit ein für das deutsche Eishockey sehr wichtiges Erfolgserlebnis.

Es folgten die Weltmeisterschaften 2007 in Mytischi, 2008 in Halifax und 2009 in Bern wo die Deutsche Mannschaft mit dem 15. Platz sportlich als Absteiger feststand, allerdings durch das Heimrecht der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland in der A-Gruppe verbleiben durfte. Die Kritiker und Stimmen wurden laut und es wurde schon über die Nachfolge von Uwe Krupp offen gesprochen. Er überlegte sich auch mehrfach diesen Schritt kam aber zusammen mit seiner Ehefrau zu dem Entschluss, dass es für Ihn und das deutsche Eishockey besser wäre, weiter zu machen und so verlegte er kurzerhand seinen Wohnsitz nach Köln um nicht nur teilweise die deutschen Nationalspieler zu beobachten, sondern regelmäßig in den DEL Stadien präsent zu sein und auch Medienwirksam in Erscheinung zu treten.

Eine Hiobsbotschaft mit einer schweren Erkrankung seiner Ehefrau hätte dem deutschen Eishockey kurz vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land fast noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch die Familie Krupp beschloss einstimmig, dass er als Bundestrainer nicht zurücktreten soll. Es folgte seit 1976 in Innsbruck mit dem Gewinn der Bronzemedaillie die zweite große Sternstunde für das deutsche Eishockey.

Im Eröffnungsspiel auf Schalke vor der Rekordkullisse von 77.803 Zuschauer wurde das Team aus den USA in der Verlängerung sensationell mit 2:1 besiegt und es entstand in Deutschland ein bis dahin noch nie dagewesener Eishockey-Boom für die Nationalmannschaft. Mit dem entscheidenden Sieg im dritten Spiel gegen das Nachbarland Dänemark wurde der Einzug in die zweite Runde ermöglicht. Durch die Sieg gegen die Slowakei in Köln sicherte sich das Team von Bundestrainer Uwe Krupp das Viertelfinale gegen die Eidgenossen aus der Schweiz.

In einem an Spannung nicht zu überbietenden Spiel wurden die Schweizer mit 1:0 besiegt und seit 57 Jahren war Deutschland wieder an einer Medaille dran und hatte im Halbfinale gegen Russland die Möglichkeit nach den Sternen zu greifen. Auch im Halbfinale wurde den Russen alles abverlangt und die Weltmacht im Eishockey stand am Rande einer Niederlage gegen eine leidenschaftliche deutsche Mannschaft, doch kurz vor dem Ende verwandelten die Russen einen Konter eiskalt zum Siegtreffer.

Im kleinen Finale gegen Schweden wurde zwar nochmals ein großer Kampf geliefert, doch es war einfach nicht mehr drin als mit dem 4. Platz das beste Ergebnis einer deutschen Eishockey Nationalmannschaft seit 57 Jahren überschwänglich zu feiern.

Mit dem Triumph in der Hand konnte Uwe Krupp mit seinem Team im November 2010 bereits zum zweiten Mal in Folge den Deutschlandcup in München gewinnen und sorgte weiterhin für Furiore im deutschen Eishockey.






 

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